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Spätsommer
von Annegret Kronenberg
Gelb liegen Stoppelfelder in müder Sommerglut, und fleiß'ge Schwalbenpaare füttern die letzte Brut.
Trotz wolkenlosem Himmel weht merklich kühl der Wind. Man spürt, daß Sommertage jetzt nur gezählt noch sind.
An Strauch und Baume färbt sich schon hier und dort ein Blatt. Die Brombeer'n reifen prächtig, die Luft riecht schwer und satt.
Der See schlägt sanfte Wellen, verführt kaum noch zum Bad. Der Angler an dem Ufer jetzt seine Ruhe hat.
Man fühlt des Sommers Neige, schaut wehmütig zurück, erahnt des Winters Kälte, sehnt Frühlingszeit zurück.
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