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Ich saß an meinem Tisch im Garten
nachdenkend über dies und das,
als plötzlich wider mein Erwarten
Melodie so schön, die Stille durchbrach.
Erstaunt lief ich ganz schnell zur Straße
ein kleiner Wagen fuhr vorbei,
mein Schatz auf meine Frage sagte,
dass dies der Lumpensammler sei!
Sah staunend nach dem bunten Wagen,
der langsam fuhr von Haus zu Haus
sah meine Nachbarn Sachen tragen
und räumen ihre Keller aus.
Wollt meinen Augen gar nicht trauen,
verwundert war ich, fassungslos
nicht aufhör`n wollt ich mit dem Schauen
was man Ihm warf in seinen Schoß.
Die alte Standuhr von Herrn Scholz
wie ehrfurchtsvoll hört ich sie schlagen,
aus wundervollem dunklem Holz,
auch sie lag auf dem kleinen Wagen.
Juliane stand am Straßenrand
die Kindheit hielt sie in den Armen,
Teddys und Puppen in der Hand,
ohne Bedauern , kein Abschied , kein Klagen!
Das kleine Dreirad aus Haus Nr. 7
viele Kinder fuhren auf ihm einst so stolz,
wo ist die glückliche Zeit nur geblieben,
nun muss es weg, wie das Pferdchen aus Holz!
Der Lumpensammler griff gierig zu,
ein Lächeln lag auf seinen Lippen
Topfpflanze, Vogelkäfig, Teppich und Schuh,
er brauchte nicht einmal zu bitten.
Während ich so stand und schaute,
musste ich dran denken,
wie oft ich auf Gefühle baute,
Liebe und Freundschaft gern verschenkte.
Da griff auch mancher gierig zu,
hab großzügig gegeben,
manch Mensch warf sie weg im Nu,
Gefühle achtlos zertreten!
Ich sah dem kleinen Wagen nach
mit Tränen in den Augen,
voll gepackt bis unters Dach
mit Zeitzeugen die nichts mehr taugen.
Es liegt wohl in des Menschen Natur
mit Gefühlen und Dingen so umzugehen
Doch kann ich Euch versichern nur
Ich werde und will das niemals verstehen!
@ Celine Rosenkind 4. Juni 2003
Ganz liebe Grüße von Celine
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